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Kreative Wohnraumgestaltung
mit Bildern und Farben

7 Experten-Tipps, um deine Wände zu gestalten

Ein modernes Ambiente bietet Komfort und schafft Raum zum Entspannen. Oft ist für die Modernisierung der Wohnung jedoch weder die nötige Zeit noch das nötige Kleingeld vorhanden. Doch eine teure Komplettrenovierung der Wohnung ist oft nicht einmal nötig, denn schon mit wenigen Handgriffen kann ein modernes, kreatives Wohnkonzept ohne Wartezimmer-Atmosphäre geschaffen werden. Das Gestalten mit Farbe ist ein einfacher Schritt, um seine Vier Wände optisch aufzuwerten und sich ein gemütliches Zuhause zu schaffen.

Mit diesen inspirierenden Ratschlägen zur kreativen Raumgestaltung wird jeder Wohnraum zum Blickfang.

1. Einrichtungsstile und Wohnkonzepte

Jedes Wohnraum-Konzept ist durch Einrichtungsstile beeinflusst. Grundsätzlich lassen sich Wohnstile in zeitliche und räumliche Kategorien einteilen, wie zum Beispiel nach einem traditionell fernöstlichem Vorbild oder im Retro-Design.

Pflanzen spielen eine wichtige Rolle im Feng Shui
Pflanzen spielen eine wichtige Rolle im Feng Shui

Feng Shui-Stil

Die Feng Shui-Kunst ist eine fernöstliche Philosophie, die sich unter anderem mit dem harmonischen Einrichten von Wohnräumen befasst. Der Fokus liegt dabei vor allem auf der richtigen Platzierung des Mobiliars. Das Fließen des „Chi“ (der Energie) im Raum darf nicht durch das Übermaß an Möbelstücken gestört werden. Stets im Zentrum steht die Balance zwischen Gegensätzlichkeiten, so gibt Feng-Shui Anweisung für die harmonische Trennung von Wohn- und Arbeitsbereich. Das Gleichgewicht der fünf Elemente Feuer, Wasser, Erde, Holz und Metall kann durch gezielte Platzierung von passenden Farbtönen und Formen gehalten werden. Sanfte Farbtöne werden nach Feng Shui am liebsten verwendet: Sie überlasten das Sehfeld nicht und strahlen somit Ruhe und Natürlichkeit aus.

Klare Strukturen sorgen für modernes Ambiente
Klare Strukturen sorgen für modernes Ambiente

Moderne Einrichtung

Zeitgemäße Wohnraumgestaltung zeichnet sich durch den minimalistischen Einsatz von Möbel- und Designstücken aus. Glänzende Flächen werden in der modernen Einrichtung bevorzugt verwendet dazu werden hölzerne Möbelstücke oft mit Hochglanz-Lack versehen, um die ursprüngliche Holz-Optik zu umgehen. Die Komposition aus schwarzen und weißen Farbtönen geht mit klaren Formen einher.

Daher ist es wichtig, nicht zu viele Dekorationselemente zu verwenden – weniger ist oft mehr. Ein persönliches Foto auf Alu-Dibond gedruckt unterstreicht den minimalistischen Stil der Moderne. Indirekte Beleuchtung ist in der modernen Einrichtung ebenso gefragt, unter der nächsten Rubrik finden Sie Infos für das passende Lichtkonzept.

Klassische Holzmöbel versprühen ländlichen Charme
Klassische Holzmöbel versprühen ländlichen Charme

Landhaus-Design

Ländlicher Charme entsteht, wenn die Natur in die Raumgestaltung mit einbezogen wird. Natürliche Holz-Optik spielt im Gegensatz zum minimalistisch modernen Stil eine zentrale Rolle. Passende Accessoires wie Keramik- oder Steinelemente, Gardinen aus Leinen oder gepflückte Blumen machen diesen Stil erst perfekt. Zur Beleuchtung des Raumes werden gerne Kerzen verwendet, da diese Wärme und Natürlichkeit versprühen. Ideal für den Landhaus-Stil eignen sich auch klassische Bilder auf Leinwand, da diese mit einem passenden Motiv für rustikales Ambiente sorgen. Naturverbundene Menschen werden sich mit diesem Einrichtungsstil sehr wohl in den eigenen Vier Wänden fühlen.

Neben diesen aufgeführten Wohnstilen gibt es noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, seinen Wohnraum nach speziellen Trends einzurichten. Fachzeitschriften und Internetseiten geben nützliche Tipps und Anreize für die kreative Umsetzung des Wohnraum-Konzepts.

2. Das passende Lichtkonzept

Für das richtige Wohnraum-Konzept ist die Frage der passenden Beleuchtung unumgänglich. Da jeder Raum verschiedenen Anforderungen gerecht werden muss, sollte der Einfall von Tageslicht und die geplante Einrichtung beachtet werden. Grundsätzlich werden drei Arten von Beleuchtung unterschieden:

Wohnkonzept mit verschiedenen Lichtquellen
Wohnkonzept mit verschiedenen Lichtquellen

Ausleuchtung

Die Grundbeleuchtung trägt einen wesentlichen Teil zur Orientierung im Raum bei, durch Steh- und Hängelampen wird die allgemeine Raumhelligkeit festgelegt. Empfehlenswert für das Wohn-Ambiente ist hierbei dimmbares Licht, da die Lichtintensität je nach Bedarf reguliert werden kann. Zu beachten ist, dass hängende Leuchten stets Schatten erzeugen, der mit anderen Lampen abgestimmt werden sollte. Zum Wohnen eignet sich vor allem warmes Licht, das von Glüh- und Halogenlampen ausgestrahlt wird, da es eine angenehme Helligkeit zur Verfügung stellt.

Lichtspot durch Design-Leuchte
Lichtspot durch Design-Leuchte

Gerichtete Beleuchtung

Fokussiert eingesetzte Beleuchtung erfüllt spezifische Aufgaben, wie zum Beispiel die Leselampe neben dem Sessel, die den Lesebereich erhellt. Diese Form von Beleuchtung kann mit Steh- und Tischlampen, so wie mit verschiedenen Licht-Spots realisiert werden. Im Beispielbild rechts ist eine interessante Form einer Designleuchte zu sehen, die einen gerichteten Spot auf die Tischfläche projiziert.

Indirekte Beleuchtung durch Wandleuchten
Indirekte Beleuchtung durch Wandleuchten

Akzentuierte Beleuchtung

Ein optisches Raum-Highlight entsteht durch die Installation von indirektem Licht. Die eigentliche Lichtquelle ist hierbei nicht sichtbar, Wände und Decken werden angestrahlt. Sehr beliebt für Lichtakzente ist die Rückbeleuchtung von Möbelstücken. Eine Schrankwand im Wohnzimmer kann mit einem Lichtschlauch auf der Rückseite ganz einfach aufgewertet werden. Auch für das Schlafzimmer ist diese dezente Beleuchtung sehr gut geeignet. Die dekorative Wirkung von Kerzenlicht darf auf keinen Fall missachtet werden – dekorativ platziert entstehen warme und magische Raum-Momente. Für das Licht-Arrangement sollte beachtet werden, dass akzentuierendes Licht stets heller sein sollte als die Grundbeleuchtung.

Durch die Kombination verschiedener Lichtquellen entsteht ein individuelles Ambiente. Dabei entscheidend ist die Balance zwischen den drei vorgestellten Beleuchtungs-Varianten.

3. Wirkung von Farben auf den Menschen

Die Wahl der passenden Raumfarbe ist für das spätere Wohlbefinden essentiell. Diese wirken nicht nur optisch auf den Menschen, sondern bringen auch körperliche und geistige Effekte mit sich.

Farbe Erläuterung
Blau Blau eignet sich als Farbe des Himmels besonders für Schlafräume oder das Wohnzimmer, da sie entspannend und kommunikationsfördernd wirkt. Oft wird ein helles Blau auch mit der Sauberkeit und Frische verbunden. Allerdings kann zu viel Blau zu einem kalten, melancholischen Effekt führen, daher sollte auf die Balance zwischen kalten und warmen Farbtönen geachtet werden.
Grün Ganz im Sinne der Natur vermittelt Grün ein harmonisches Lebensgefühl, fördert die Ausgeglichenheit und beruhigt den Geist. Grün gilt generell als kreativitätsfördernd und inspirierend, diese Wirkung kann ebenso mit der Platzierung von Zimmerpflanzen erzielt werden. Grüne Farbakzente bringen Frische in den Wohnraum und verbreiten Sicherheit.
Gelb Gelbe Farbtöne sind Sinnbild für Sonnenstahlen, Licht und Lebensfreude. Gelb wirkt belebend und ist insbesondere als Akzentfarbe universell einsetzbar. Als Sinnfarbe für Logik, Wissen und Verständnis ist Gelb der beste Tipp für Büro- und Konferenzräume. Vorsicht ist bei intensiven Gelbtönen geboten, diese können die Reizwahrnehmung überfluten und für Unruhe sorgen.
Orange Warmes Orange gilt als extrovertiert und symbolisiert Lebensfreude. Kreative Menschen, Junggebliebene und Genießer sollten zu einer orangen Wandfarbe greifen, da sie die Lust am Leben und Lernen steigert. Aufgrund der appetitanregenden Wirkung wird Orange oft im Esszimmer und Küche eingesetzt.
Rot Als Repräsentant des Feuers und der Liebe wird Rot als aktivierend und stimulierend bezeichnet. Bei intensiven Rottönen ist allerdings Vorsicht geboten, da die feurige Energie schnell Momente der Unruhe mit sich bringen kann. Dementsprechend sollte Rot lediglich als Akzent gesetzt werden, um Unruhe zu verhindern.
Violett Violett bringt Spiritualität in Geist und Körper. Die reinigenden Effekte bewirken seelische Ausgeglichenheit, können aber auch hypnotisch wirken. Als Akzent oder Schattierung wird Violett gerne in Schlafräumen und Kinderzimmern eingesetzt. Zu beachten ist, dass Violett ebenso als appetitzügelnd gilt, daher ist in Essräumen und Küchen von diesem Farbton abzuraten.
Braun Braune Töne spiegeln Naturverbundenheit und Wärme wieder. Eine Kombination von unterschiedlichen Brauntönen suggeriert eine Holzoptik und eigenen sich für die Verbreitung von Ruhe und Geborgenheit. Dementsprechend werden braune Töne oft in Räumen der Ruhe verwendet, wie z.B. in Schlafräumen oder im Wohnzimmer.
Grau Bei Grautönen ist Vorsicht geboten. Ein grauer Himmel wirkt angsteinflößend und vermittelt Unruhe. Dementsprechend sollte dieser Farbton bevorzugt als Akzent eingesetzt werden. In Kombination mit anderen Farbtönen wirkt Grau als Gegenpol, der die intensive Wirkungen anderer Farbtöne ausgleicht und eine Balance herstellt.

Durch die bewusste Kombination mehrerer Farbtöne entsteht ein Raumkonzept, dessen optische Wirkungen sich ausgleichen und somit Balance in das Wohngefühl mit sich bringen. Starke Farbtöne sollten dementsprechend stets mit schwächeren ausgeglichen werden, um Unruhe zu vermeiden.

Wandfarben können ganz einfach durch Dekorationselemente wie z.B. einem Wandbild ausgeglichen werden. Lies dazu mehr in unserem kostenlosen Ratgeber zur Gestaltung von Wandbildern.

4. Farblehre – Die Kombination von Farben

Für eine harmonische Wohnatmosphäre spielen Farben eine wichtige Rolle. Durch die Kombination von Farbtönen entstehen Kontraste, die den eigenen vier Wänden ihre individuelle Note geben. Mit Hilfe des Farbkreises lässt sich schnell herausfinden, welche Farbkombinationen geeignet sind und wie die Wohnung mit farblich abgestimmten Accessoires dekoriert und individualisiert werden kann. Denn selbst mit kleinem Aufwand können farbliche Schattierungen die Räume völlig verändern.

Der klassische Farbkreis
Der klassische Farbkreis

Farben werden im Farbkreis beschrieben und unterteilt. Dadurch werden die Verhältnisse der Farbtöne zueinander sichtbar. Für die Dekoration der Wohnung ist dabei entscheidend, dass sich die Wandfarbe auf mehrere Objekte im Raum auswirkt.

Primärfarben können nicht aus anderen Farbtönen gemischt werden, sondern sind selbst die Grundlage für das Mischen und Ableiten anderer Farbtöne. Sie sind sozusagen die Ausgangsfarben für die Gestaltung der Wohnung. Werden zwei Primärfarben (z.B. Rot und Gelb) im Verhältnis 1:1 miteinander gemischt, ergeben sich die Sekundärfarben (hier: Orange). Die Kombination von Wandfarben kann Räumen einen hohen Kontrast geben. Zu intensive Kontraste sind allerdings zu vermeiden. Ton in Ton oder Nachbarfarben aus dem Farbkreis bieten sich für eine gemütliche, entspannte Wohnatmosphäre an.

Farbkontraste in der Wohnung schaffen

Unterschiedliche Kontraste geben Wohnräumen ihre individuelle Wirkung. Die 3 Haupt-Kontraste sind im Folgenden beschrieben:

Komplementärfarben stehen sich im Farbkreis gegenüber. Der Komplementär-Kontrast ist der höchstmöglichste Farbkontrast und mit Vorsicht zu genießen. Zu intensive Farbtöne lassen den Raum unruhig und zu intensiv wirken.

Beim Hell-Dunkel-Kontrast sollte die Wandfarbe einen hellen Farbton haben und die Accessoires in einem dunklen Ton gehalten sein. Dies schafft Harmonie und lässt den Raum nicht zu klein wirken. So wird eine gelbe Wand durch violette Wohnaccessoires wie Sofakissen oder Wandbilder ergänzt.

Kalt-Warm-Kontraste sind in der farblichen Gestaltung von Innenräumen sehr beliebt. Kalt-Warm-Kontraste sind beispielsweise die Kombination Blau-Grün und Orange-Rot. Hier können Wandbilder und weitere Accessoires an die jeweilige Wandfarbe passend abgestimmt werden.

Harmonische Farbkonzepte bestehen vor allem aus Farbtönen, die nebeneinander auf dem Farbkreis liegen. Starke Kontraste hingegen erzeugen ein lebendiges, ausdrucksstarkes Farbkonzept.

Top 5 Farbkonzepte

Farbkombination Erläuterung
Taubengrau-Orange-Weiss 1. Taubengrau – Orange – Weiss Diese Kombination verspricht vor allem Gemütlichkeit. Das stark in den Hintergrund tretende blau-violette Grau, in Kombination mit einem starken Orange gibt dem Raum einen Höhlen-ähnlichen Effekt. Weiße Möbel sorgen dafür, dass der Raum nicht zu düster wirkt und setzen die nötigen Akzente.
Waldgrün-Gelb-Kaktus 2. Kaktus – Waldgrün – Sonnengelb Frischen Wind verspricht diese Kombination aus verschiedenen Grüntönen und Gelb. Das junge und fröhliche Farbkonzept lässt durchatmen und bringt die Natur ins Haus. Gerne lassen sich noch weitere Grün- oder Gelbtöne kombinieren.
Weiss-Beige-Altrosa 3. Weiss – Beige – Altrosa Eine sehr weibliche Kombination, die viel Harmonie verspricht und den Landhausstil verkörpert wie kein anderes Farbkonzept. Blumen- oder Karomuster sind für diesen Stil unerlässlich und verstärken die natürliche Schönheit dieses Farbkonzepts.
Teal-blue-Mustard 4. Teal blue – Mustard Die Trendfarbe Mustard in Kombination mit Teal-Blue, einem dunklen Türkis, gibt dem Raum eine fast orientalische Anmutung. Dieses Farbkonzept ist elegant, antik und dennoch modern. Es verkörpert einen fast zeitlosen Charme, der sich ideal ausladenden Möbelstücken, einem großen Teppich oder reich verzierten Bilderrahmen kombinieren lässt.
Beige-Rot 5. Beige – Rot Das sanfte Beige zum knalligen Rot ist eine warme Farbkombination, die klassisch, edel und gemütlich zugleich ist. Besonders dunkle Holzmöbel ergänzen diese Farbkombination ideal. Das kräftige Rot sollte dabei allerdings im Hintergrund stehen, um nicht zu erdrückend zu wirken.

Fotos und Bilder sollten dem Farbkonzept ebenso angepasst werden. Das kostenlose E-Book „Farbratgeber – Das passende Foto zur Wandfarbe“ gibt hilfreiche Tipps und enthält ein Photoshop Tutorial zum einfachen Anpassen deiner Bilder.

6. Optische Wahrnehmung von Räumen

Ob ein Raum groß oder klein wirkt, hängt oft nicht von dem tatsächlichen Grundriss ab. Vielmehr wirken sich Einrichtung, Lichtverhältnisse und farbliche Gestaltung auf die Wahrnehmung des Raumes aus. Schon mit kleinen Tricks kann sich ein Raum schnell verändern. Entdecke Wohnideen mit dem kreativen Einsatz von Farben.

Gute Lichtverhältnisse und helle Wandfarben lassen einen Raum größer wirken
Gute Lichtverhältnisse und helle Wandfarben
lassen einen Raum größer wirken

Bereits mit der richtigen Wandfarbe lässt sich die optische Wahrnehmung des Raumes beeinflussen. Dunkle Farbtöne drücken schnell und lassen den Raum zwar gemütlich aber auch überladen wirken. Es bietet sich an, Wandfarben an den kürzeren Wandseiten zu verwenden, was den Raum in die Breite zieht (A). Helle Farbtöne vermitteln dagegen eine Weite, die insbesondere für kleine und schmale Räume von Vorteil ist. Niedrige Decken können somit durch einen starken Kontrast zwischen dunkler Wandfarbe und heller Deckenfarbe an Größe gewinnen (B). Im Gegensatz dazu können sehr hohe Decken, wie in einem Altbau, durch eine dunkle Deckenfarbe niedriger, aber dafür auch größer wirken (C). Der Effekt der Deckenfarbe (hell oder dunkel) verstärkt sich zusätzlich, wenn der obere Streifen der Wand ebenfalls in der Deckenfarbe gestrichen wird (D). Auch durch Muster ist die Wahrnehmung des Raumes zu beeinflussen. Vertikale Streifen stecken die Wand und lassen den Raum höher wirken (E), während grafische Muster eher unruhig wirken und den Raum verkleinern (F). Gestalte mit Wand- und Deckenfarben die allgemeine Anmutung des Raums. Ist die farbliche Grundgestaltung dann nach deinem Geschmack, entstehen durch das Farbkonzept Ideen für Wanddeko und Möbel.

Wandfarben beeinflussen die Raumwahrnehmung: (A) eine farbige Wandseite zieht den Raum in die Breite; (B) helle Deckenfarben weiten den Raum; (C) dunkle Decken drücken auf den Raum; (D) oberer Streifen der Wand in der Deckenfarbe weitet den Raum; (E) vertikale Streifen strecken den Raum; (F) Muster verkleinern den Raum
Wandfarben beeinflussen die Raumwahrnehmung: (A) eine farbige Wandseite zieht den Raum in die Breite;
(B) helle Deckenfarben weiten den Raum; (C) dunkle Decken drücken auf den Raum;
(D) oberer Streifen der Wand in der Deckenfarbe weitet den Raum; (E) vertikale Streifen strecken den Raum;
(F) Muster verkleinern den Raum

Ebenfalls stellt sich die Frage wie der Raum eingerichtet werden sollte. Es empfiehlt sich, mit dem Haupt-Möbelstück zu beginnen, und dieses insbesondere in schmalen Räumen an eine der kurzen Seiten zu positionieren. Dies streckt den Raum und gleicht die Proportionen aus. In kleinen Räumen sollten speziell kleine, zierliche Möbel verwendet werden, da ausladenden Möbel den Raum nicht nur durch ihre Erscheinung, sondern auch durch die benötigte Fläche, ausfüllen. Unordnung, die schnell in kleinen Räumen herrscht, kann durch geschlossene Möbel wie Schränke anstelle von Regalen umgangen werden. Ebenfalls können Spiegel den Raum optisch vergrößern.

7. Bilder aufhängen und arrangieren

Das Gestalten reduziert sich nicht nur auf die Wandfarbe, sondern auch auf Bilder oder Elemente, die an der Wand angebracht werden. Beim Anbringen von Bildern ist es wichtig, das große Ganze zu betrachten und den Raum in die Planung mit einzubeziehen. Große Bilder wirken natürlich viel besser an großen, hohen Wänden, während sie in kleinen Räumen erdrückend wirken. Demnach sollten Großformate am besten an einer eigenen Wand oder über einem niedrigen Möbelstück (Sofa) angebracht werden. Grundsätzlich gilt, dass alles aufgehängt werden kann was gefällt – die richtige Anordnung ist das A und O für eine gelungene Wanddekoration.

Einzelhaengung

1. Einzelhängung: Besondere Bilder und Kunstwerke verdienen einen Ehrenplatz. Auch wenn das Bild noch so klein ist, kann eine ganze Wand geopfert werden, um das Bild in den Mittelpunkt des Raumes zu rücken. Durch eine prominente Platzierung, wie zum Beispiel über einem Sofa, gewinnt das Bild an Bedeutung. Kleinere Bilder sogar noch mehr als größere, da ein größeres Bild ohnehin eine gewisse Fläche einnimmt. Für ein kleineres Bild wird daher eine große Fläche geopfert, was das Bild in den Fokus der Aufmerksamkeit bringt.

Kantenhaengung

2. Kantenhängung: Bei der Kantenhängung werden die Bilder nebeneinander in zwei Reihen angeordnet. Eine Mittellinie gibt dabei die Hängung vor. Die Bilder werden jeweils unter und über dieser Mittellinie arrangiert. Wie groß die einzelnen Bilder sind, ist dabei irrelevant. Die Mittellinie sorgt für eine harmonische Anordnung der Bilder. Besonders schön wirkt die Kantenhängung, wenn ein einheitliches Konzept verfolgt wird, z.B. nur Bilder in schwarz-weiß. Die Formate sollten viele Variationen bieten, um die Ordnung der Mittellinie zu durchbrechen.

Reihenhaengung

3. Reihenhängung: Die Reihenhängung ist eine waagerechte oder senkrechte Anordnung der Bilder in einer Reihe. Entweder mit einheitlichen oder unterschiedlichen Formaten, die sich an einer Linie orientieren. Dabei spielt keine Rolle, ob die Bilder dabei mittig auf der Linie arrangiert werden oder unterhalb bzw. oberhalb der Linie ausgerichtet sind. Diese Aufhängung ist ähnlich der Reihenhängung und dementsprechend ist ein einheitliches Konzept ebenfalls ratsam.

Petersburger-Haengung

4. Petersburger Hängung: Eng an eng und bis zur Decke reihen sich die Bilder bei dieser Art von Hängung, die auf die reich behängten Wände der Sankt Petersburger Eremitage zurückgeht. Die Petersburger Hängung soll schon fast protzend den Reichtum des Besitzers darstellen und wird oft in Schlössern oder Museen eingesetzt. Der Fokus liegt bei diesem Arrangement sicher nicht auf dem einzelnen Bild, sondern auf der Gesamtheit der Bilder. Ein einheitliches Konzept oder Format ist bei dieser Hängung meist nicht vorgesehen.

Rasterhaengung

5. Rasterhängung: Die Rasterhängung setzt ein einheitliches Format voraus und wird im geometrischen Muster eines Schachbretts angeordnet. 9 Bilder sind dabei das Minimum, das zur Verfügung stehen sollte, um ein Rastermuster erstellen zu können. Die Zwischenräume zwischen den Bildern sollten ebenfalls einheitlich sein. Eine genaue Anordnung ist bei dieser Art von Hängung ausschlaggebend und sollte gewissenhaft beachtet werden, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.

Inside-the-lines

6. „Inside the lines“: Diese Art von Hängung setzt weder einen einheitlichen Abstand der einzelnen Bilder, noch ein einheitliches Format voraus. Harmonie wird lediglich durch erdachte geometrische Linien erzeugt (Rechteck, Quadrat oder Kreis), die die Anordnung eingrenzen. Dies kann wie im Beispiel ein Parallelogramm sein, aber auch andere geometrische Formen, wie Kreis, Rechteck oder Quadrat sind denkbar. Besonders interessant ist diese Art von Hängung für Treppenaufgänge.

Symmetrische-Haengung

7. Symmetrische Hängung: Ein Ensemble von mindestens drei Bildern, von denen zwei jeweils das gleiche Format haben, ist für diese Hängung erforderlich. Dabei werden die Bilder symmetrisch an der Spiegelachse ausgerichtet. Wo die Spiegelachse liegt ist dabei egal, wichtig ist nur, dass die Bilder symmetrisch an dieser ausgerichtet sind. Diese Hängung ähnelt der Kantenhängung, die ebenfalls mit einer erdachten Linie arbeitet.

Ecken-Haengung

8. Ecken-Hängung: Zwei oder mehr Bilder, die zusammen gehören, werden bei der Ecken-Hängung an zwei nebeneinander liegenden Wänden aufgehängt. Ob die Bilder in einer Linie oder versetzt angeordnet werden, liegt im Ermessen des Betrachters. Ebenfalls ist es egal, ob die Wände eine nach außen liegende Kante haben oder ob die Ecke der Wände nach innen zeigt.

Triptychon

9. Triptychon: Ein Triptychon ist ein Bild aus mehreren Elementen. Dabei wird ein Motiv in der Regel auf drei Einzelbilder verteilt. Besonders eignen sich für diese Art der Hängung Landschaftsbilder oder Panoramen, die eine gewisse Weite aufweisen. Dabei können die einzelnen Bilder alle die gleiche Größe aufweisen. Oder aber der größte Bildteil wird zum Hauptbild ernannt und die beiden anderen Bilder zu Nebenbilder, die etwas kleiner ausfallen. Diese Art der Aufhängung ist besonders bei sogenannten Mehrteiler zu sehen. Dabei handelt es sich um ein Motiv, dass in meherer Fotoleinwände aufgeteilt ist.

Bilderleiste

10. Bilderleiste: Auf einer Bilderleiste werden mehrere Bilder in unterschiedlichen Formen und Formaten auf einer an der Wand angebrachten Leiste gestellt. Diese scheinbar zufällige Anordnung ermöglicht eine leichte regelmäßige Umdekoration. Zuzüglich zu den Bildern können weitere Dekoelemente auf die Leiste gestellt werden und die Ordnung der Bilder unterbrechen. Der Charme liegt in der scheinbaren Zufälligkeit der Anordnung.

Bilder individuell an Wandfarbe anpassen

Um Wandbilder an die farbliche Gestaltung der Wände oder der Inneneinrichtung anpassen zu können, stellen wir dir unserer kostenloses E-Book inklusive Farbtabellen zur Verfügung. Darin enthalten ist eine ausführliche Anleitung, wie du deine eigenen Fotos mit wenigen Klicks so bearbeiten kannst, dass sie sich in einem harmonischen Kontrast zu deiner Einrichtung und Farbgestaltung anpassen. Setze ein Highlight! Besonders Bilder auf Leinwand, Acrylglas oder auch Alu-Dibond sind hierfür bestens geeignet und geben dem Raum ein ganz persönliches Flair.

Farb-Ratgeber für Wandbilder

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Dieses 3-teilige Paket unterstützt dich bei der Planung deiner Wand- und Raumgestaltung. Mit der kinderleichten Anleitung für Adobe® Photoshop® und zwei nützlichen Tabellen schaffst du garantiert einen harmonisch designten Wohnraum:

  1. Photoshop Tutorial zum Einfärben von Elementen auf deinen Fotos: In der Schritt-für-Schritt Anleitung wird dir anhand eines Beispiels gezeigt, wie du deine Fotos kinderleicht an eine zuvor ausgewählte Wandfarbe anpasst.
  2. Farbtabelle mit erhältlichen RAL-Wandfarben: Eine große Auswahl an RAL-Farben, aus der du dir eine passende Wandfarbe für deinen Wohnraum aussuchen kannst. Diese Farbtöne können direkt im Fachmarkt gekauft werden.
  3. Farbtabelle mit mischbaren SCALA-Farben: Aus dieser Farbtabelle kannst du dir ebenfalls eine geeignete Wandfarbe für dein Zuhause auswählen. Sie sind in SCALA-Codes angegeben, welche für die Mischung der Farbtöne gebraucht werden.
Farb-Ratgeber für Wandbilder

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