Baby-Fotografie leicht gemacht

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Zu Hause kinderleicht Baby-Fotos machen

Frisch Mutter oder Vater geworden? Du willst am liebsten jeden rührenden und witzigen Augenblick festhalten? Schnappschüsse sind toll, und mit diesem Ratgeber werden deine Baby- und Kleinkind-Fotos echte Schmuckstücke – und haben später einen unschätzbaren Wert.

Das Online-Fotolabor Leinwandfoto.de hat zusammen mit der Profi-Fotografin Conny Ehm die 10 wichtigsten Tipps für schöne Baby-Fotos zusammengestellt. Ob mit der Kompaktkamera, der digitalen Spiegelreflex oder dem Smartphone: mit allen Geräten kannst du prima Ergebnisse erzielen. Schließlich entwickelt sich ein Kind rasend schnell. Verpasse keinen Augenblick!

Inspirationen für besondere Foto-Gelegenheiten gesucht? Unter Punkt 7 findest du Motiv-Ideen.

Und für ganz Eilige hier die 10 Tipps in > Kurzfassung <

  1. 1 Auf Augenhöhe

  2. Das wichtigste ist: Begib dich auf Augenhöhe mit deinem Kind. So merkst du, wie der kleine Mensch die Welt sieht. Auf Augenhöhe wird das Kind automatisch zum gleichberechtigten Wesen. Ein Foto aus Erwachsenensicht, lässt das Baby klein und unbedeutend erscheinen. Das ist für die meisten Fotos sicher nicht gewünscht. Also: Hinknien, -setzen oder -legen und die Welt mit Kinderaugen sehen!

    2 Sei spontan

    Fotos sind besonders authentisch, wenn sie spontan entstehen. Lass dein Kind einfach so sein, wie es „ist“: am Daumen nuckeln oder Mamas Strickzeug entdecken. Halte Kamera oder Smartphone am besten griffbereit, denn verpasste Momente nachzustellen bringt meist keine guten Fotos. Und: Ungestellte Fotos streichen die Persönlichkeit des Babys am besten heraus.

    Die schönsten Fotos bekommst du zudem, wenn das Kind kurz vorher gestillt oder gefüttert wurde. Oder noch besser, nachdem es ein Schläfchen gemacht hat. Dann ist es entspannt und die Laune ungetrübt. Mach den Test: Fotos von gutgelaunten Babys sind einfach schöner.

    3 Halte dich im Hintergrund

    Halte dich mit der Kamera im Hintergrund. Folge nur langsam den Bewegungen des Kindes. Denn: Kleinkinder sind von Natur aus neugierig. Viele schöne Foto-Situationen scheitern daran, dass das Kind deine Kamera für hochinteressant hält und danach greifen will.

    Etwas einfacher wird es, wenn sich eine andere Person mit dem Kind beschäftigt. Dann lässt sich der oder die Kleine weniger vom Fotografen ablenken. Baby mit Mama, Papa, Oma oder Opa sind auch tolle Foto-Motive.

    4 Drinnen…

    Foto © Conny Ehm
    Foto © Conny Ehm

    Egal, ob drinnen oder draußen, überall kann man schöne Kinderfotos machen – wenn du ein paar Regeln zum Licht beachtest. Wenn du die Wahl hast, wähle drinnen einen möglichst mit Tageslicht durchfluteten Raum. Versuche hierbei stets, das Licht von der Seite zu haben. Wenn du das Fenster im Rücken hast, ist die Gefahr groß, dass du einen langen Schatten wirfst.

    Natürlich gibt es auch abends schöne Foto-Situationen. Hier gilt die Faustregel: nicht Blitzen! Lieber die Lichtempfindlichkeit an der Kamera erhöhen und aufblenden.

    5 … und draußen

    Foto © Conny Ehm
    Foto © Conny Ehm

    Bei Outdoor-Aufnahmen ist ein bewölkter Himmel gar nicht schlecht. Er erzeugt ein diffuses Tageslicht, das das Gesicht des Babys weich erscheinen lässt. Vermeide auf jeden Fall die knallige Mittagssonne, sie wirft unschöne Schlagschatten und erzeugt zu scharfe Kontraste. Außerdem tut die starke Sonneneinstrahlung deinem Kind nicht gut!

    6 Drittel-Regel

    Foto © Conny Ehm
    Foto © Conny Ehm

    Die Grundregel für die Bildgestaltung ist: das Bild in 3 mal 3 Teile unterteilen und die Motivelemente an den Linien dieses gedachten Rasters anordnen. Solche Fotos werden als besonders harmonisch wahrgenommen. Eine besondere Ruhe strahlt dein Babyfoto also aus, wenn du die Drittel-Regelung einhältst, wie im Beispielfoto. Die Platzierung des Hauptmotivs am Rand des Fotos wirkt dagegen dynamisch.

    7 Motivideen

    Foto © Conny Ehm
    Foto © Conny Ehm

    Du willst ein bisschen experimentieren und inszenieren? Bitte sehr! Hier ein paar Inspirationen:

    • Babys Füße in Mamas/Papas Hand: winzig neben groß
    • Langzeit-Serie „Unser schlafender Schatz“: mindestens einmal im Monat im Bettchen fotografieren und dem Baby beim Wachsen zusehen. Am besten mit einem Kuscheltier im Bild zum Vergleich
    • Stimmungs-Serie: Freude, Neugier, Geborgenheit… Eine Reihe Spontan-Fotos aus verschiedenen Situationen zu einer Collage zusammenstellen, am besten mit dem Baby in den gleichen Anziehsachen.
    • Sommerspaß im Garten: lachendes Kindergesicht beim Plantschen
    • Kindertreff auf dem Spielplatz oder in der Kita: die Gesellschaft der Kleinkinder. Die anderen Eltern fragen, ob man fotografieren darf und später Bilder teilen.

    8 Oft auslösen

    Für schöne Baby-Fotos gilt: löse lieber zu oft aus als zu selten. Das erhöht die Chance auf Fotos mit einem schönen Lächeln oder einem kecken Blick. Nicht so gelungene Fotos kannst du später bequem aussortieren. Eine Trefferquote von 10 % ist eine Spitzen-Ausbeute! Die meisten Kameras haben eine Serienbildfunktion. Sie ist besonders geeignet für Aufnahmen von schnellen Bewegungen.

    9 Rein- statt rauszoomen

    Für Baby- und Kleinkindaufnahmen ist eine Brennweite im Tele-Bereich empfehlenswert, das heißt Brennweite 50 mm (Kleinbild-Äquivalent – das entspricht an vielen Digitalkameras 33 mm) und aufwärts. Da du dich als Fotograf ohnehin im Hintergrund hältst, kommst du ums Reinzoomen nicht herum. Ungeeignet sind Weitwinkelaufnahmen. Sie lassen das Baby verloren in der Umgebung wirken.

    10 Handyfotos – Was beachten?

    Das Fotografieren mit dem Handy hat den großen Vorteil, dass man es stets zur Hand hat, wenn der oder die Kleine gerade die Waschmaschine inspiziert oder das neue Tier-Puzzle für sich entdeckt hat. In vielen neueren Smartphone-Modellen sind ganz ordentliche Kameras eingebaut. Nachteil ist aber, dass Handykameras häufig eine leichte Weitwinkellinse haben und nur digital (nicht optisch) zoomen können. Gerade bei schlechtem Licht sinkt die Bildqualität dadurch deutlich.

    Außerdem bieten Handys nur wenige Einstellungen: Im Gegensatz zu einer DSLR ist oft kein richtiger Weißabgleich möglich, was besonders bei einer Mischung aus Tages- und Glühbirnenlicht in den Aufnahmen zu bläulich-blasser Haut führt. Mit speziellen Apps kann man dieses Problem jedoch beheben.

Die Beispielfotos gefallen dir?

Conny Ehm

Die zauberhaften Bilder in diesem Ratgeber stammen von der der Profi-Fotografin Conny Ehm.

Zusammen mit Conny hat Leinwandfoto.de die Tipps und Tricks zusammengestellt, mit denen deine Baby-Fotos zu Hause besonders gut werden. Natürlich ist eine Studio-Aufnahme beim Profi etwas ganz anderes. Conny hat ihr Fotostudio in Freiburg i. Br. Mehr von Connys Fotos und weitere Informationen auf www.conny-ehm.de.

Babyfotografie ist also für jedefrau und jedermann einfach durchführbar. Vielleicht hast du ja sogar einen Blog, auf dem du Babyfotos veröffentlichen möchtest. Dort gibt es oftmals auch die Möglichkeit, mit ein paar Klicks Foto-Galerien anzulegen. Wenn du diese privaten Bilder mit deiner Familien und deinen Freunden teilen möchtest, aber nicht mit dem gesamten Internet, kannst du den Blog mit einem Kennwort schützen. Das Kennwort verteilst du dann nur an den berechtigten Personenkreis. Als Babyfotografin oder Babyfotograf wirst du viele „Aaaahs“ und „Oooohs“ mit deinen Fotos ernten!

Für alle Foto-Interessierten gibt es auch zahlreiche Photography-Workshops und Fotokurse. Infos und Anbieter sind leicht im Internet zu finden. Es wäre doch schön, wenn du das Heranwachsen deines Kinds mit tollen Fotos dokumentierst.

Für Eilige: die 10 Tipps in Kurzfassung

  1. Auf Augenhöhe mit Baby oder Kleinkind: Auf gleichberechtigter Ebene fotografieren
  2. Spontan: Kamera oder Smartphone griffbereit haben. Verpasste Momente lassen sich kaum nachstellen
  3. Im Hintergrund halten: Baby nicht mit der Kamera ablenken
  4. Drinnen: Tageslicht (Fenster) möglichst von der Seite haben für optimale Ausleuchtung. Nicht blitzen!
  5. Draußen: Bewölkter Himmel bietet weiches Licht fürs Baby-Foto. Mittagssonne vermeiden.
  6. Drittel-Regel für harmonische Bildkomposition: Bild in 3 mal 3 Teile aufteilen und Motiv entlang diesem Raster anordnen
  7. Motiv-Ideen: Babys Füße in Mamas Händen, Stimmungs-Serien, Langzeit-Serien, Sommer-Bilder in Schwimmbad oder Garten: die Möglichkeiten sind unbegrenzt!
  8. Oft auslösen: 10 % gelungene Fotos sind eine prima Ausbeute!
  9. Zoom benutzen: Aus etwas Entfernung heranzoomen: gut für Darstellung der Gesichtszüge. Keinen Weitwinkel benutzen
  10. Handy-Fotos: Zoom nicht ausreizen, da Bildqualität leidet, vor allem bei wenig Licht

Die Bilder und Inhalte dieser Seite sind für die redaktionelle Nutzung freigegeben bei Nennung der jeweiligen Urheber.
Autoren dieses Ratgebers: Leinwandfoto.de & Conny Ehm

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